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Pressemitteilung

Bern, April 2016

Leseförderung mit Hund – Die Kornhausbibliotheken laden Flüchtlingskinder in ihre Räumlichkeiten ein

Die Kornhausbibliotheken nehmen ihren Auftrag, niederschwellige Angebote für alle Bevölkerungsgruppen in und um Bern bereitzuhalten, ernst. So sind Angebote für Ausländerinnen und Ausländer schon lange selbstverständlich, ebenso selbstverständlich sollen nun Flüchtlinge Zugang zur Bibliothek haben. Um die spezifischen Bedürfnisse abzuklären, suchten Mitarbeiterinnen der Kornhausbibliotheken das Gespräch mit den Verantwortlichen in den Unterkünften. Neu bieten einige Zweigstellen zusätzlich Deutschunterricht für Flüchtlinge an. Andere öffnen ihre Räumlichkeiten für Sprach- und Integrationskurse und/oder vereinfachen die Ausleihe für Flüchtlinge. Besonderes Augenmerk verdient das Projekt «Leseförderung mit Hund».

Die Kornhausbibliotheken zeichnen sich seit Langem aus durch ein vielfältiges und umfangreiches Veranstaltungs- und Kursprogramm. In den über zwanzig Zweigstellen des Bibliotheksverbunds gibt es Värslimorge, Lesezirkel, Bastelnachmittage, Krimilesungen, Näh- und PC-Kurse, Sprachkurse u.v.m. Die Angebote werden jeweils den Bedürfnissen und aktuellen Ereignissen und Gegebenheiten angepasst.

Ein ganz besonderes Projekt ist die «Leseförderung mit Hund». Therapiehunde sind längst bekannt – sei es etwa als Blindenhunde oder in der Arbeit mit dementen Menschen. Wie hilfreich sie in der Leseförderung sind, ist erst in letzter Zeit ins Bewusstsein gerückt. In Deutschland gibt es in Bibliotheken schon länger Leseförderprojekte mit Hunden, mit denen sich die Lesefähigkeit bei Kindern auf faszinierende Weise entwickeln lässt. Anfang April startet die Kornhausbibliothek Bern nun ein Projekt, in das eine Integrationsklasse mit sieben Kindern im Alter von sechs bis elf einbezogen wird. Jedes Kind bekommt die Gelegenheit, dem Hund vorzulesen. Weil die Kinder jedoch noch kaum Deutsch lesen können, wählen die Bibliothekarinnen Bildergeschichten aus, die sich leicht erschließen. Wichtig ist, dass das Kind keinen Stress hat und dass die Bilder verständlich sind (und zwar nicht nur für Kinder aus dem westlichen Kulturraum). Der Hund hört aufmerksam zu, er korrigiert nicht, er unterbricht nicht. So hilft der Hund dem Kind, die Angst vor dem Vorlesen abzubauen und im Gegenzug die Freude an Büchern zu entwickeln. Damit der Erfolg länger anhält, arbeiten Kind und Hund über einen längeren Zeitraum zusammen.

Die Kornhausbibliotheken nehmen mit diesem neuen Projekt ihren Auftrag, für alle Bevölkerungsgruppen in der Region Bern da zu sein, ernst. Die Bibliothekarinnen freuen sich auf die Zusammenarbeit mit Lehrpersonen und Hundetrainerinnen und auf die Begegnungen mit Flüchtlingen jeden Alters. Und sie erhoffen sich, im direkten Kontakt von deren spezifischen Bedürfnissen nach Bibliotheksangeboten zu erfahren.

Für weitere Informationen:
Christine Eggenberg, Direktorin Kornhausbibliotheken, 031 327 10 20
christine.eggenberg@kornhausbibliotheken.ch
Barbara Nabulon, Bereichsleiterin Kornhausbibliotheken, 031 327 10 29
barbara.nabulon@kornhausbibliotheken.ch
Claudia Fasnacht, Projektleiterin "Leseförderung mit Hund",
claudia.fasnacht@kornhausbibliotheken.ch

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